2073: Die neue Kolonie
Theater im Bahnhof/2073: Die neue Kolonie
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2073: Die neue Kolonie
Uraufführung am 18.9.2026, weitere Vorstellungen am 22.9., 23.9., am 22.10, 23.10 sowie am 5./6. und 7.11. - jeweils um 19:00 Uhr im Trachtensaal des Volkskundemuseumsam Paulustor. Die Platzanzahl ist limitiert, es empfiehlt sich Karten alsbaldigst zu reservieren. KARTENLINK
"Gewisse Ziele, die vor 50 Jahren sehr relevant waren, wurden erreicht. Ob mit rein demokratischen Mitteln, ist fraglich. An die autokratischen und scheindemokratischen Regierungen und Ein-Parteien-Systeme, die in Europa an der Macht sind, hat man sich gewöhnt. Das heißt aber nicht, dass man alles so akzeptiert. Die Bevölkerung versucht, mit dem Status quo umzugehen. Die Fluchtorte dieser Zeit heißen Nischen.
Die Bauern sind wieder wichtiger geworden. Also die Kleinbauern, die Kleingärten, das Teilen. Viele Ressourcen sind knapp geworden. Freiwillig ist davon nicht viel passiert. An die phasenweise Stromknappheit, das Entflechten von globalisierten Handelswegen und weniger Verfügbarkeit hat man sich schon irgendwie gewöhnt."
2023 schrieb Helene Thümmel für ein Panel im steirischen herbst einen Text über die zukünftige Arbeit im Theater im Bahnhof. Es geht um das Jahr 2073, wenn ihre Töchter ihre Rolle im TiB übernehmen und sie selbst in Pension gehen wird.
Ein Kurator empfängt das Publikum vor dem Eingang des Volkskundemuseums und begleitet es in den Trachtensaal. Ein Weg, der in eine Zukunft im Jahr 2073 und gleichzeitig in die Vergangenheit führt, denn der Trachtensaal ist ein Raum, der in seiner momentanen Inszenierung Vergangenheiten und Zukünfte anklingen lässt.
Immer wieder ertönt auch die Stimme der alten Theaterleiterin Helene Thümmel, die sich mit Dystopie und Utopie beschäftigt.
Im Trachtensaal treffen die Zusehenden nicht nur auf die alten Figurinen - auf eine Art Ahnengalerie in der die toten Traditionen einen Platz in der sozialen Umwelt der Lebenden einnehmen - sondern sie treffen auch auf die Theatergruppe der 3. Generation Theater im Bahnhof, Menschen, die sich einen Neubeginn in einer Zukunft in 50 Jahren vorstellen.
Das Theater im Bahnhof hat die Geschichten der Trachten bis ins Jahr 2073 fortgeschrieben und beschäftigt sich nicht nur mit der Frage nach ihrer politischen Konnotation, sondern auch den Fragen nach Arbeit und Zusammenleben.
Braucht es dafür ländliche Idylle und Nationalbewusstsein als „Kraft aus der Vergangenheit“?
Die Spielerinnen bewegen sich in einem Zeit- und Raumzusammenhang, suchen darin ihre Haltungen zur Welt. Was ist alles am Weg passiert? Kann man verzeihen? Kann man neu anfangen?
Benno Hiti hat für diese Raum – und Zeitreise einen Soundtrack inklusive Hymne komponiert.
Die Premiere findet in der Woche von Aufsteirern statt, das ist eine Koinzidenz, die gut passt.
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